Category: Geschichte (2)

Als Sechsjähriger trat er 1762 auf der Durchreise nach Linz vor dem Passauer Fürstbischof auf. Der Wunderknabe verweilte mit seinem Vater Leopold in der Stadt Passau.

“Mozart war ja in Passau, erstmals als Sechsjähriger. Er war auf dem Weg nach Wien und hat hier dem Fürstbischof vorgespielt und seinen ersten Dukaten verdient. Noch bedeutsamer ist, dass ein späterer Fürstbischof, der Graf Auersperg Mozerts Werke, zum Beispiel die Zauberflöte oder die Hochzeit des Figaro, sehr früh nach der jeweiligen Uraufführung im fürstbischöflichen Opernhaus, dem heutigen Stadttheater, aufgeführt hat. 1798, im Jahr der Revolution, war es die ´Hochzeit des Figaro´, und in dieser sind ja auch sehr revolutionäre Gedanken vertreten. Zum anderen war Mozart ja auch in unserem Nachbarland Österreich, in Salzburg wurde er ja geboren. Und Böhmen hat er sehr geliebt und auch in Prag große Erfolge gehabt, wenn man nur etwa an den Don Giovanni denkt.”

Vor über 200 Jahren wurde er geboren, Napoleon Bonaparte, General, Erster Konsul und Kaiser von Frankreich. Wie wichtig für ihn die Stadt Passau in ihrer exponierten Lage an Donau, Inn und Ilz war, läßt sich durch umfangreiche Korrespondenz belegen. Zweimal besuchte der französische Imperator sogar selbst die Dreiflüssestadt. Es war Kaiser Napoleon und der Vertrag von Paris (1802), die den Untergang des alten Fürstbistums Passau besiegelten. Österreich erhielt alle passauischen Besitzungen innerhalb seiner Grenzen. Bayern vereinnahmte den Löwenanteil der Beute samt der Stadt und der Festung Oberhaus. Damit hatte sich Napoleon den wichtigen Schlüssel des Donautals gesichert.Am 28. Dezember 1805 kam der Imperator zu seiner ersten Stippvisite nach Passau. Auf Anordnung des Festungskommandanten Mutele mußte der Magistrat vollzählig zum Empfang erscheinen, die Bürgerwehr zur Parade bereitstehen. Während Napoleon zum Abendessen im Posthaus in der Theresienstraße nur Eier bestellte, ließ es sich sein Gefolge besonders schmecken. Die Rechnung über 125 Gulden hatte die Stadt zu begleichen.Sein Befehl zum Ausbau der Veste Oberhaus wurde tatkräftig umgesetzt. So gelang es den österreichischen Truppen am 10. April 1809 zwar mit Unterstützung Passauer Bürger die Stadt zu besetzen, doch die alliierten Truppen auf dem Georgsberg wehrten sich tapfer ihrer Haut. Nach dem Rückzug der österreichischen Truppen ließ Napoleon Bonaparte die Burg weiter befestigen.

Bei seinem zweiten Besuch in Passau inspizierte er selbst die Befestigungsanlagen.Am 18. Oktober 1809 war er gegen Abend in der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz (heute Landgericht) abgestiegen. Er bewohnte das gegen die Innbrückgasse zu liegende Napoleon-Zimmer, ehedem Arbeitsraum des Fürstbischofes. Gegen den Widerstand der alliierten Bayern setzten sich die Franzosen mit kompromißloser Härte durch. So wurde am 26. August 1806 auf den Wällen der nahegelegenen Festung Braunau am Inn der Nürnberger Buchhändler und Verleger Johann Phillip Palm füsiliert. Palm betrieb auch in Passau seit 1803 eine Buchhandlung. Von seinem Geschäftsführer in der Dreiflüssestadt, dem früheren Konsistorialrat von Gelin, soll die Druckschrift stammen, die Palm vor die Gewehre der Franzosen brachte.